ein Gefühl, kein Statement

Olney Air “Pioneers” Banner

Hallo zusammen,

so, einen Tag entspannt nach zwei Tagen PA-Geschleppe, Treppe rauf, Treppe runter. Dafür entschädigt mit der Klasse-Show. Wer nicht dabei war hat was verpasst. Die Record Release-Party von Olney Air nämlich. Mit dabei waren noch Laid und Popular Damage. Und ich muss ja gestehen: Ich hab mich verliebt! Richtig verzaubert haben mich die drei an ihren Instrumenten. Bin ja eigentlich nicht so der Electro-Fan, aber an Nadine und ihren Jungs komm´ ich einfach nicht vorbei. Ich bin überzeugt, von den werden wir in absehbarer Zeit noch großes hören.

Aber zurück zum Record Release. Wochenlang haben sich die vier Berliner darauf vorbereitet. Über ein Jahr zogen sich die Aufnahmen und Mixings hin. Doch was dabei herausgekommen ist entschädigt allemal. Die EP „Pioneers“ ist ein kleiner Vorgeschmack auf das, was wir von Olney Air noch erwarten können. Die neue Platte atmet Ehrgeiz, und den haben sie sich hart erarbeitet. Als Band haben sind sie sich bewusst geworden, wo sie stehen: mit beiden Beinen auf der Bühne und mit ganzem Herzen hinter ihrer Musik. Selten hat man sie so entspannt und gut gelaunt ihre eigene Stücke intonieren sehen wie am Freitag. Und selten hat das Publikum so getobt wie im Grünen Salon. Ich glaube nicht, dass der altehrwürdige Salon jemals zuvor in seiner langen Geschichte einen Stagediver erlebt hat. Neben dieser Premiere gab es aber auch drei neue Songs, die das Publikum ebenso gierig wie erfreut aufnahm und es sich nicht anmerken ließ, dass sie zum ersten Mal gespielt wurden. Technisch haben Olney Air eine große Entwicklung hinter sich. Der Sprung von „Replacement Heart“, ihrer ersten Veröffentlichung aus 2006, zu „Pioneers“ ist beachtlich und wird mit Sicherheit auf einige Aufmerksamkeit in den Musikredaktionen dieser Republik stoßen.

Auf jeden Fall ist ein weiterer Schritt getan, um ihrem eigenen Anspruch gerecht zu werden: Einen Brückenschlag zu schaffen zwischen Ballade und Indie-Club-Hymne. Eben englischsprachige Musik, die funktioniert und bewegt. Auch in Deutschland. Lohnt es sich aufzubrechen, wenn man weiß: „We will not be the first?“ Auf „Pioneers“ ist spürbar, dass Aufgabe und Aufbruch nicht weit voneinander entfernt sind. Olney Air beschreiben das Gefühl „Pioneers“ als Widerspruch: Sind manche Einsichten nicht nur dazu da, um gegen sie anzukämpfen?

Mit Mut. Ohne Plattitüden. Mit Energie. Ohne Nischenwahnsinn. Mit Erfolg? Überzeugt euch selbst und holt euch ab 22.02. die Platte auf iTunes, Motorload und diversen anderen Download-Plattformen. Oder physisch direkt auf www.olneyair.de.

So long, stay tuned!

~ von henrywulff am Februar 17, 2008.

Eine Antwort schreiben